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Premiere für „Der zerbrochen Krug"

04.11.17 / 19.30 Uhr / Theater Anklam

Dieses Stück läßt Regisseur Wolfgang Bordel offensichtlich nicht los: Bereits vier Mal hat er es inszeniert. Einmal an der Studenten-Bühne in Berlin, einmal in Neustrelitz und vor 35 feierte mit diesem Stück seinen Einstand in Anklam.

Spannend ist nach ist nach wie vor der im Mittelpunkt stehende Gerichtsprozess. Der Krug ist zerbrochen. Dorfrichter Adam sitzt über eine Tat zu Gericht, die er selbst begangen hat. Was freilich niemand weiß. Frau Marthe, Besitzerin des nun zerbrochenen Krugs, hält Ruprecht für den Schuldigen. Heimlich habe er sich des Nachts ins Zimmer seiner Verlobten, ihrer Tochter, geschlichen. Der jedoch gibt zu Protokoll, beobachtet zu haben, dass ein Fremder in Marthes Haus eingebrochen sei und beim fluchtartigen Verlassen den Krug zerbrochen habe. Das könne nur der Geliebte seiner Verlobten Eve gewesen sein. Die schweigt. Richter Adam, von seiner nächtlichen Flucht noch derangiert, ist wenig bemüht den Fall zu klären. Durch fragwürdige Verhörmethoden versucht er alle zu verwirren und den Verdacht auf andere zu lenken. Das könnte sogar klappen.  

Übrigens: Der Bundesgerichtshof hat 2003 dem kriminellen Dorfrichter Adam aus „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist den Prozess gemacht. Der damalige Generalbundesanwalt Kay Nehm beantragte eine fünfjährige Haftstrafe. Es sah mehrere Vorwürfe: sexuelle Nötigung, versuchte Freiheitsberaubung etc. und selbst da war Stück schon 200 Jahre alt.

 Weitere Vorstellungen: 9.11.,16.11.,18.11., jeweils 19.30 Uhr